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Die Vorschriften gemäß der StVZO


§ 67 StVZO

Damit ein Fahrrad StVO tauglich ist, muss das Fahrrad über eine helltönende Klingel verfügen. Außerdem muss das Fahrrad über zwei voneinander unabhängig wirkende Bremssysteme haben. Als Bremssystem wird auch die Rücktrittsbremse am Hinterrad mit Freilaufnabe gezählt.


Gemäß § 67 Abs. 1 StVZO

Muss das Fahrrad über eine Lichtmaschine verfügen, deren Nennspannung zumindest 6 Volt beträgt und die Nennleistung soll 3 Watt sein. Diese Lichtmaschine muss ein Frontstrahler und Heckstrahler mit Strom versorgen. Als Lichtmaschine gilt ein Fahrraddynamo, aber in der Praxis sprechen sich die Ordnungshüter auch nicht dagegen aus, wenn lediglich eine Batterie betriebene Beleuchtung vorhanden ist. Im Gegenteil, Fahrradbeleuchtungen, die mit Batterien arbeiten, funktionieren selbst bei Stillstand des Fahrrads und sind wetterunabhängig. Moderne Fahrraddynamos wie der Nabendynamo arbeiten ebenfalls wetterunabhängig, aber vor allem ältere Ausführungen von Dynamos setzen bei Nässe aus und sind zudem noch sehr laut.


Hier sei gesagt, dass die StVZO für Rennräder spezielle Ausnahmen regelt.


§ 67 Abs. 3 StVZO

Schreibt einen weißen Scheinwerfer vor, zudem einen weißen nach vorne gerichteten Rückstrahler bzw. Reflektor.


§ 67 Abs. 4 StVZO

Schreibt sowohl einen roten Rückstrahler als auch eine rote Schlussleuchte vor. Diese können in einer Vorrichtung vereint sein. Als Rückstrahler gilt ein großflächiger Reflektor. Diese Vorrichtung muss in einer Höhe zwischen 25 und 60 cm über den Boden an der Rückseite des Fahrrads angebracht sein.


§ 67 Abs. 6 StVZO

Geht auf die Beleuchtung ein, die die Pedale haben müssen. Die Fahrradpedale müssen sowohl nach vorne, als auch nach hinten mit gelben Reflektoren ausgestattet sein.


§ 67 Abs. 7 StVZO

Legt die indirekte Fahrradbeleuchtung an beiden Seiten des Fahrrads vor. Zwei Möglichkeiten zeigt die StVZO auf: Entweder sind in den Speichen des Vorderrades und Hinterrades jeweils zwei gelbe Reflektoren angebracht (müssen sich zur Achse gesehen gegenüber liegen) oder am Fahrradreifen selbst ist ein weißer, reflektierender Ring vorhanden.


Für Rennradfahrer ist § 67 Abs. 11 StVZO

Von besonderen Interesse: Für Rennräder bis einschließlich 11 Kilo gelten lockere Vorschriften. So muss an Rennrädern keine feste Beleuchtungseinrichtung installiert sein, sondern kann Batterie betrieben sein und darf einfach so mitgeführt werden. Allerdings sind diese bei Bedarf wie Dämmerung, Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen z.B. wegen Regen in Betrieb zu setzen. § 67 Abs. 12 StVZO sagt sogar aus, dass die bisher erläuterten Vorschriften für Rennräder während eines Rennens gar nicht gelten und daher von diesen befreit sind.


(Die Wiedergabe des aufgeführten Textes erfolgt ohne Gewähr!)